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Besichtigung Straßenbahnmuseum Thielenbruch

26. September 2019

 

Am 26.09.2019 um 18.oo h trafen sich 17 Mitglieder des Bürgervereins Wahn-Wahnheide-Lind,

um an einer Führung durch das Straßenbahnmuseum Thielenbruch teilzunehmen.

Als fachkundiger Begleiter wurde uns Herr Fischer zur Seite gestellt. Zunächst erläuterte er uns, wie es mit der Mobilität

der normalen Kölner Bevölkerung Mitte des 19. Jahrhunderts aussah. Mobilität hieß damals zu Fuß unterwegs sein.

Das änderte sich erst mit der ersten Pferdebahn im Kreis Köln, die von Deutz nach Kalk fuhr.

 

 

Sie kostete 25 Pfennig und ihre Errichtung  1877 war ein voller Erfolg für den Unternehmer Ernst Hardt.

Dieser richtete bald darauf eine weitere Bahnstrecke von Deutz nach Mühlheim ein und hoffte, auch hier denselben Gewinn zu machen.

 

Aber er hatte harte Konkurrenz durch das Müllemer Bötchen. Aus diesem Grunde senkte er den Preis auf 15 Pfennig.

Die damaligen Reisewägen waren aus Kutschen entwickelt und dementsprechend standen die Schaffner im Freien.

Ende des 19. Jahrhunderts fuhren dann elektrische Straßenbahnen auch in Köln. Aber warum reichte der Stromabnehmer bis

zu einer Höhe von 8 m? Hatte man so viel Angst vor Elektrizität? Nein, es war wegen dem Rosenmontagszug.

Der musste schließlich mit allen Wägen unter den Leitungen durch passen.

  

Herr Fischer zeigte uns auch eine Samba-Bahn. Sie heißt so, weil deren Wägen in Kurven wie eine Tänzerin ausschwingen, was die Fahrgäste beschwingt. Leider werden aber die Gleise durch diese Wägen ruiniert, sodass sie im Regelverkehr nicht mehr eingesetzt werden. Auch die Uniformierung des Fahrpersonals war ein wichtiges Thema der Mobilität. Waren die ersten Schaffner noch fast wie

Soldaten gekleidet, so entwickelte sich die Dienstkleidung in den Sechzigern entsprechend der Mode. Diese und viele Eindrücke wurden den Teilnehmenden während der eineinhalbstündigen Führung vermittelt. Der Besuch zeigte, was sich in der gleisgebundenen Mobilität Kölns alles verändert hat.